Babys Hausapotheke

Babys Hausapotheke
7 min

Eine gut ausgestattete Baby-Hausapotheke hilft euch dabei, schnell auf kleine Wehwehchen und Erkrankungen zu reagieren, die euer Kind sich im Laufe seines ersten Lebensjahrs zuziehen kann. Hinein gehören nur Arzneimittel, die ausdrücklich für Säuglinge geeignet sind und von der Kinderärztin oder dem Kinderarzt empfohlen wurden. Eure Hausapotheke sollte kühl, trocken und kindersicher und im Notfall schnell zu finden sein. Kontrolliert bitte alle Medikamente in regelmäßigen Abständen auf Haltbarkeit und erneuert eure Vorräte rechtzeitig.

Das gehört hinein 

Verbandszeug, Hilfsmittel und Co. 

  • Digitales Fieberthermometer mit flexibler Spitze 
  • Nasensekret-Absauger, um die kleine Schnupfennase zu reinigen 
  • Desinfektionsmittel ohne Alkohol zum Säubern von Wunden 
  • Zeckenzange oder -karte 
  • Kleine Cool Packs für Insektenstiche, Beulen und stumpfe Verletzungen (im Kühlfach aufbewahren) 
  • Pinzette für Splitter u.ä. 
  • Einmalhandschuhe zur Versorgung von offenen Wunden 
  • Pflaster in verschiedenen Größen, wasserfest 
  • Verbandsmaterial: Heftpflaster und sterile Mullbinden und -kompressen in verschiedenen Größen für große und kleine Wunden, Brandwundauflage, Dreiecktuch zum Fixieren von Wundauflagen oder als Armschlinge, Verbandsschere, Leinentuch für Umschläge 
  • Taschenlampe, z. B., um bei Halsschmerzen in den Hals zu schauen 


Medikamente in Babys Hausapotheke 

Ganz wichtig: Medikamente für Erwachsene sind nichts für Kinder – auch nicht in geringerer Dosierung! In eure Baby-Hausapotheke gehören wirklich nur solche Arzneimittel, die auch tatsächlich für Babys geeignet sind. Am besten lasst ihr euch bei der Zusammenstellung eurer „mitwachsenden“ Hausapotheke von eurer Kinderärztin oder eurem Kinderarzt beraten. 

  • Physiologische Kochsalzlösung (NaCl 0,9%) als Nasentropfen, abschwellende Nasentropfen bei Schnupfen (nur für den kurzzeitigen Gebrauch) 
  • Salbe zur Wundpflege bei gerötetem oder wundem Po 
  • Kümmelzäpfchen, Wind- oder Bäuchlein-Salbe bei Blähungen und Verstopfung 
  • Elektrolytlösung für Kinder bei Durchfall 
  • Zahnungshilfen 
  • Fiebersenkende Zäpfchen oder Saft  
  • Hustentee oder Hustensaft (am besten pflanzlich, z.B. mit Efeu, Thymian oder Spitzwegerich) 
  • Wund- und Heilsalbe für Schürfwunden und kleine Verletzungen 

Falls Dein Baby regelmäßig oder in bestimmten Abständen besondere Medikamente benötigt, solltest du stets einen ausreichenden Vorrat davon haben. Auch hier gilt: Fragt am besten eure Kinderärztin oder euren Kinderarzt, welche spezifischen Medikamente sie euch jeweils empfehlen.  


Haltbarkeit regelmäßig kontrollieren 

Sinnvoll ist es, wenn ihr zweimal im Jahr prüft, ob alle Arzneimittel und Hilfsmittel noch haltbar sind. Notiert am besten bei Anbruch eines Medikaments auch immer gleich das Öffnungsdatum auf der Verpackung. 


Wohin mit abgelaufenen Arzneimitteln? 


Altmedikamente dürfen laut Gesetz im Hausmüll entsorgt werden, aber bitte nie über die Toilette oder durch den Ausguss, denn das belastet unseren kostbaren Wasserkreislauf. Einige Apotheken bieten eine freiwillige Rücknahme von Altarzneimitteln an, verpflichtet sind sie dazu aber nicht. Auch manche Städte und Gemeinden haben Möglichkeiten zur Entsorgung geschaffen. 


Wann zum Arzt? 

Bei der Frage sind sich viele Eltern unsicher. Grundsätzlich gilt: Habt ihr ein ungutes Gefühl, geht lieber einmal zu viel als zu wenig zur Kinderärztin oder zum Kinderarzt. Habt keine Hemmungen, ihr „nervt“ niemanden. 


Den Rettungsdienst/Notruf 112 umgehend rufen bei: 

  • starken Beschwerden wie hohem Fieber, Schmerzen, Atemnot 
  • anhaltendem Durchfall und Erbrechen 
  • fahler Hautfarbe  
  • Teilnahmslosigkeit 
  • Insektenstichen im Mund- und Rachenraum sowie am Auge 
  • Verbrennungen und Verletzungen  
  • schweren Grunderkrankungen 
  • Bewusstlosigkeit 
  • Krampfanfällen 
  • Nackensteifigkeit und starken Kopfschmerzen (Verdacht auf Hirnhautentzündung) 
  • wenn das Baby schlechter trinkt als sonst 
  • wenn das Kind Haushaltsmittel, giftige Pflanzen oder versehentlich das Medikament eines Erwachsenen geschluckt hat. Dann sofort die Giftnotrufzentrale anrufen und den Anweisungen folgen. 



Sehr wichtig: Ruhe bewahren! 

Telefonnummern für den Notfall 

Rettungsdienst / Notruf: 112 



Funktioniert sowohl vom Festnetz als auch vom Handy. Versucht, am Telefon ruhig zu bleiben und folgende Fragen zu beantworten: 

  • Wo ist es passiert? (Adresse) 
  • Was ist passiert? 
  • Wer ist betroffen? 
  • Welche Verletzungen hat das Kind? 
  • Wartet auf Rückfragen – nicht sofort auflegen! 
  • Regionale Giftnotrufzentrale
  • Euer Kinderarzt 
  • Kinderklinik in eurer Nähe 
  • Ärztlicher Bereitschaftsdienst für Erwachsene oder Kinder in eurer Nähe 116 117

Hat die kinderärztliche Praxis geschlossen, gibt es für jeden Ort unterschiedliche Regelungen. Manche Städte haben z.B. einen kinderärztlichen Bereitschaftsdienst, bei dem sich die Praxen an den Wochenenden und Feiertagen mit dem Dienst abwechseln. Oder die nächstgelegene Klinik hat eine Kindernotaufnahme (in jedem Fall wird es eine normale Notaufnahme geben), die dann die richtige Anlaufstelle ist. Am besten fragt ihr bei euren ersten Besuchen bei eurer Kinderärztin nach, wie es an eurem Wohnort geregelt ist. 


Infekte trainieren das Immunsystem 

Wir wünschen euch natürlich, dass ihr die Baby-Hausapotheke nicht so häufig nutzen müsst. Und falls doch, dass ihr die Beschwerden schnell selbst lindern könnt und nicht mit ernsten Beschwerden mit eurem Nachwuchs zum Arzt oder ins Krankenhaus müsst. Denkt einfach immer dran: Jeder durchgestandene Infekt stärkt das Immunsystem eures Babys für die Zukunft! 

Fragen und Antworten

  • Einordnung der aktuellen Situation Zeigen Verstecken
    1. Worum geht es bei den aktuellen Rückrufen?
    In den vergangenen Wochen wurde in den Medien über Rückrufe von Säuglingsnahrung einzelner internationaler Hersteller berichtet. Nach öffentlich verfügbaren Informationen stand dabei das hitzestabile Toxin Cereulid im Zusammenhang mit einem spezifischen Problem bei der Fermentation eines Rohstoffs auf Lieferantenebene.

    2. Ist Töpfer von diesen Rückrufen betroffen?
    Nein. Unsere Produkte sind nicht betroffen. Unsere Lieferketten sind unabhängig von den öffentlich genannten Problemketten. Sicherheit und Kontrolle stehen bei uns von Beginn an im Mittelpunkt.

    3. Wurde die Sicherheit der Töpfer Produkte überprüft?
    Töpfer Produkte unterliegen einem mehrstufigen, strengen Kontroll- und Überprüfungsprozess entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Dieser Prozess ist fester Bestandteil unseres Qualitätsversprechens und stellt die besondere Töpfer Qualität sicher. Darüber hinaus untersteht Töpfer der Kontrolle der zuständigen bayerischen Lebensmittelüberwachungsbehörde.

    Unsere Produkte und Prozesse werden regelmäßig behördlich geprüft. Im Zusammenhang mit den aktuellen Rückrufen hat die zuständige Bayerische Kontrollbehörde für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen unsere Lieferantenerklärungen, Analysedaten sowie unsere Prüf- und Freigabeprozesse geprüft. Die eingeforderten Nachweise wurden akzeptiert.

    Auf Basis unserer umfassenden Prüf- und Kontrollsysteme sind Töpfer Produkte nicht betroffen und können uneingeschränkt verwendet werden.
  • Ursache der Rückrufe – fachliche Einordnung Zeigen Verstecken
    1. Was genau ist Cereulid?
    Cereulid ist ein hitzestabiles Toxin. Das bedeutet: Wird es einmal gebildet, kann es durch normales Erhitzen nicht mehr zerstört werden.

    2. Wann entsteht Cereulid?
    Cereulid entsteht nicht automatisch durch das Bakterium selbst, sondern nur unter ganz bestimmten Bedingungen – vor allem bei:

    ✓bestimmten Temperaturbereichen
    ✓ausreichend Feuchtigkeit
    ✓geeigneten Nährbedingungen
    ✓längerer Vermehrungszeit

    Typischerweise passiert das bei falsch gelagerten stärkehaltigen Lebensmitteln oder wie im aktuellen Fall diskutiert unter spezifischen Fermentationsbedingungen eines Rohstoffs.

    3. Entsteht Cereulid in trockener Säuglingsnahrung?
    Nein. Trockene Säuglingsnahrung bietet keine Bedingungen für die Bildung von Cereulid. Das Toxin kann nur entstehen, wenn es bereits vorher unter feuchten Bedingungen gebildet wurde.

    4. Warum ist Cereulid relevant?
    In höheren Mengen kann Cereulid Übelkeit und Erbrechen auslösen. Deshalb werden Rohstoffe streng kontrolliert, bevor sie in Lebensmitteln eingesetzt werden.
  • Produktion und Unabhängigkeit Zeigen Verstecken
    1. Produziert Töpfer gemeinsam mit anderen Marken?
    Nein. Töpfer produziert ausschließlich in der eigenen Produktionsstätte im Allgäu. Wir teilen keine Produktionslinien oder Werke mit anderen Herstellern. Diese Unabhängigkeit ist ein zentraler Bestandteil unserer Qualitätsstrategie.

    2. Gibt es Überschneidungen in der Lieferkette mit betroffenen Marken?
    Nein. Unsere regulatorischen Prüfungen und Lieferantenaudits zeigen keine Verbindungen zu den öffentlich genannten Problemketten. Jeder Rohstoff wird bei Töpfer eigenständig qualifiziert, geprüft und freigegeben, unabhängig davon, welche Lieferketten andere Hersteller nutzen.

    3. Woher stammen die Rohstoffe von Töpfer?
    Unser Fokus liegt auf Bio-Qualität sowie regionaler und europäischer Beschaffung. Der überwiegende Teil unserer Rohstoffe stammt aus dem Allgäu, aus Deutschland oder aus Europa. Diese Nähe sichert Qualität, Transparenz und Rückverfolgbarkeit.

    4. Werden Rohstoffe außerhalb der EU eingesetzt?
    Bestimmte Rohstoffe sind leider weltweit nur begrenzt verfügbar. Auch wenn derartige Rohstoffe vereinzelt eingesetzt werden, gelten uneingeschränkt unsere strengen EU-basierten Qualitäts- und Kontrollstandards. Die Beschaffung erfolgt ausschließlich über qualifizierte, langjährig und dauerhaft geprüfte Partner im DACH-Raum.

    5. Hat Töpfer Rohstoffe von Cabio Biotech bezogen?
    Nein. Töpfer hat zu keinem Zeitpunkt Rohstoffe von Cabio Biotech für die Produktion bezogen.
  • Qualitätssicherung Zeigen Verstecken
    1. Wie stellt Töpfer die Qualität seiner Rohstoffe sicher?
    Qualität beginnt bei Töpfer beim Rohstoff. Wir arbeiten ausschließlich mit langjährig qualifizierten Partnern auf Basis klar definierter Spezifikationen. Jede relevante Charge wird geprüft, bevor sie eingesetzt wird.

    2. Werden mikrobiologische Tests durchgeführt?
    Ja. Sowohl Rohstoffe als auch Zwischen- und Endprodukte werden umfassend mikrobiologisch geprüft, in eigenen Laboren und ergänzend durch externe akkreditierte Institute.

    3. Werden chemische und kontaminantenbezogene Analysen durchgeführt?
    Ja. Unsere Qualitätskontrolle umfasst umfassende chemische Prüfungen gemäß gesetzlichen Vorgaben und internen Qualitätsstandards.

    4. Erfolgt eine Freigabe vor Inverkehrbringen?
    Ja. Kein Produkt verlässt unser Haus ohne vollständige Qualitätsprüfung und Freigabe.

    5. Wurden Prüfverfahren an neue Grenzwerte angepasst?
    Ja. Unsere Analytik wurde an die aktualisierten wissenschaftlichen Bewertungsmaßstäbe angepasst. Neue Grenzwerte bedeuten kein neues Risiko, sondern zusätzliche Sicherheit.

    6. Gab es in den letzten Jahren Rückrufe von Töpfer Produkten?
    Nein. In den vergangenen Jahren gab es keine Rückrufe oder behördlichen Qualitätswarnungen aufgrund von Kontaminationen oder nicht konformen Zutaten.