Hebammentipps gegen einen wunden Babypopo

Hebammentipps gegen einen wunden Babypopo
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Weich wie ein Babypopo“ sagt man, und meint besonders zarte Haut. Babys Haut ist besonders sensibel und benötigt gerade im Windelbereich besondere Pflege. Ein wunder Babypopo kann viele Ursachen haben. Welche das sind und was du dagegen tun kannst, erfährst du in diesem Ratgeber.

Gründe für einen wunden Po bei Babys gibt es so einige und manchmal hilft die beste Vorsorge nichts 

Wichtig ist beim ersten Anzeichen von Wund-sein vor allem, dass du schnell handelst und die zarte Babyhaut schnell wieder ins Gleichgewicht kommt. Auch wenn wir uns fest vornehmen oft die Windel zu wechseln, ist es schwierig als Mama sofort zu merken, wenn dein Schätzchen in die Windel gepullert hat (außer dein Baby meldet sich lautstark). Da kommt es schon mal vor, dass eine feuchte Windel etwas länger dran bleibt, als gut ist für den Babypo. 

Oder auch bei einer langen Autofahrt muss erst einmal eine Raststätte angefahren werden, um das Baby zu wickeln (gerade im Winter ist Wickeln an der frischen Luft bei den Temperaturen auch kein Spaß). 



Das kannst du tun, um deinem Baby zu helfen

 

  • Wichtigster Punkt: möglichst häufig nach jedem Pipi oder Stuhlgang wickeln. Ja, Windeln kosten einen Menge, aber wer sich an sein letztes aufgeschürftes Knie oder eine wundgeriebene Stelle im Schuh erinnert, weiß, wie schmerzhaft so ein wunder Po sein muss. 
  • Gründliche Reinigung des Babypopos bei jedem Wickeln. 
  • Reinige gereizte Haut nur mit klarem Wasser und einem frischen Waschlappen. 
  • Nach dem Waschen die Haut gründlich, aber vorsichtig abtrocknen, besonders in den Hautfalten. 
  • Luft an Babys Popo lassen. Wenn es das Wetter oder die Temperaturen in der Wohnung zulassen: Windel einfach zwischendurch mal weg lassen und dein Baby möglichst oft „unten ohne“ strampeln lassen. Dabei darauf achten, dass dein Baby nicht auskühlt.  
  • Wundschutzcreme (am besten wasserfrei) dünn auftragen. 



Tipps bei einem SEHR wunden Babypopo 


  • Ein lauwarmes Sitzbad mit Kamille kann die Heilung fördern. Tupfe die Haut danach vorsichtig trocken. 
  • Mit Muttermilch betupfen, antrocknen lassen. 
  • Feucht- und Reinigungstücher vorerst weglassen. 

 

Die Gründe für einen wunden Babypo und wie du ihn vorbeugen kannst

 

  • Die reizenden Stoffe aus Urin und Stuhl greifen die zarte Haut an und das feuchtwarme Klima in der Windel begünstigt noch zusätzlich einen wunden Po. 
  • Zum Teil reagiert die feine Haut an Babys Po aber auch allergisch auf handelsübliche Feucht- oder Öltücher. 
  • Ernährung und Nahrungsumstellung im Beikostalter – dein Baby bekommt andere Nahrung, die es vielleicht noch nicht so gut verträgt, die evtl. zu viel Säure enthält (z.B. versch. Obst) oder Nahrung, die es schlecht verdaut. Dies führt dazu, dass der Stuhl des Babys aggressiver ist. 
  • Säurehaltiges Obst, Fruchtsäfte, oder scharfe Gewürze können manchmal einen wunden Po begünstigen. Wenn du dein Baby stillst, achte bei einem wunden Po einmal darauf, was du gegessen hast. 
  • Bei Babys im Beikostalter: Nicht nur Essen, sondern auch süße Getränke können eine negative Auswirkung auf die wunde Haut haben, deshalb gib deinem Baby wenn es wund ist keine Fruchtsäfte sondern nur verdünnten Tee ohne Zucker oder Wasser zu trinken. 
  • Hat dein Baby Durchfall? Bitte noch öfter als sonst die Windel wechseln. Denn der dünne, zum Teil wässrige und saure Stuhl greift die Haut besonders stark an. 
  • Wenn dein Baby erkältet ist, ist der Urin oftmals konzentrierter und schädigt die Haut am Baby-Po mehr. 
  • Häufig haben Babys Durchfall, wenn sie Zähne bekommen. Zahnt dein Baby, dann reizen scharfe Substanzen im zu dünnen Stuhl die empfindliche Haut im Windelbereich. 
  • Wenn dein Baby Medikamente, wie z.B. Antibiotika bekommt, kann auch dies der Auslöser für eine Windeldermatitis sein. 
  • Pilze und Bakterien - Bessert sich die Haut trotz all deiner Bemühungen nicht, solltest Du mit deinem Baby zur Kinderärztin oder zum Kinderarzt gehen. Auch eine Pilzinfektion oder bakterielle Infektion kann einmal hinter dem „Wund sein“ stecken. 

  

Warum sind Wundschutzcremes mit Zink so beliebt? 

Das enthaltene Zinkoxid bindet Flüssigkeit und kann so entzündungshemmend wirken. So wird die Regeneration der Haut unterstützt. 




Wundschutzpaste hilft vorbeugen 

Wundschutzcreme ist im Übrigen nicht nur dann gut, wenn dein Baby schon einen wunden Po hat.  Gerade wenn du weißt, ihr seid länger unterwegs oder du kannst bei einer Autofahrt nicht direkt wickeln, ist ein eingecremter Po einfach besser geschützt. 

Fragen und Antworten

  • Einordnung der aktuellen Situation Zeigen Verstecken
    1. Worum geht es bei den aktuellen Rückrufen?
    In den vergangenen Wochen wurde in den Medien über Rückrufe von Säuglingsnahrung einzelner internationaler Hersteller berichtet. Nach öffentlich verfügbaren Informationen stand dabei das hitzestabile Toxin Cereulid im Zusammenhang mit einem spezifischen Problem bei der Fermentation eines Rohstoffs auf Lieferantenebene.

    2. Ist Töpfer von diesen Rückrufen betroffen?
    Nein. Unsere Produkte sind nicht betroffen. Unsere Lieferketten sind unabhängig von den öffentlich genannten Problemketten. Sicherheit und Kontrolle stehen bei uns von Beginn an im Mittelpunkt.

    3. Wurde die Sicherheit der Töpfer Produkte überprüft?
    Töpfer Produkte unterliegen einem mehrstufigen, strengen Kontroll- und Überprüfungsprozess entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Dieser Prozess ist fester Bestandteil unseres Qualitätsversprechens und stellt die besondere Töpfer Qualität sicher. Darüber hinaus untersteht Töpfer der Kontrolle der zuständigen bayerischen Lebensmittelüberwachungsbehörde.

    Unsere Produkte und Prozesse werden regelmäßig behördlich geprüft. Im Zusammenhang mit den aktuellen Rückrufen hat die zuständige Bayerische Kontrollbehörde für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen unsere Lieferantenerklärungen, Analysedaten sowie unsere Prüf- und Freigabeprozesse geprüft. Die eingeforderten Nachweise wurden akzeptiert.

    Auf Basis unserer umfassenden Prüf- und Kontrollsysteme sind Töpfer Produkte nicht betroffen und können uneingeschränkt verwendet werden.
  • Ursache der Rückrufe – fachliche Einordnung Zeigen Verstecken
    1. Was genau ist Cereulid?
    Cereulid ist ein hitzestabiles Toxin. Das bedeutet: Wird es einmal gebildet, kann es durch normales Erhitzen nicht mehr zerstört werden.

    2. Wann entsteht Cereulid?
    Cereulid entsteht nicht automatisch durch das Bakterium selbst, sondern nur unter ganz bestimmten Bedingungen – vor allem bei:

    ✓bestimmten Temperaturbereichen
    ✓ausreichend Feuchtigkeit
    ✓geeigneten Nährbedingungen
    ✓längerer Vermehrungszeit

    Typischerweise passiert das bei falsch gelagerten stärkehaltigen Lebensmitteln oder wie im aktuellen Fall diskutiert unter spezifischen Fermentationsbedingungen eines Rohstoffs.

    3. Entsteht Cereulid in trockener Säuglingsnahrung?
    Nein. Trockene Säuglingsnahrung bietet keine Bedingungen für die Bildung von Cereulid. Das Toxin kann nur entstehen, wenn es bereits vorher unter feuchten Bedingungen gebildet wurde.

    4. Warum ist Cereulid relevant?
    In höheren Mengen kann Cereulid Übelkeit und Erbrechen auslösen. Deshalb werden Rohstoffe streng kontrolliert, bevor sie in Lebensmitteln eingesetzt werden.
  • Produktion und Unabhängigkeit Zeigen Verstecken
    1. Produziert Töpfer gemeinsam mit anderen Marken?
    Nein. Töpfer produziert ausschließlich in der eigenen Produktionsstätte im Allgäu. Wir teilen keine Produktionslinien oder Werke mit anderen Herstellern. Diese Unabhängigkeit ist ein zentraler Bestandteil unserer Qualitätsstrategie.

    2. Gibt es Überschneidungen in der Lieferkette mit betroffenen Marken?
    Nein. Unsere regulatorischen Prüfungen und Lieferantenaudits zeigen keine Verbindungen zu den öffentlich genannten Problemketten. Jeder Rohstoff wird bei Töpfer eigenständig qualifiziert, geprüft und freigegeben, unabhängig davon, welche Lieferketten andere Hersteller nutzen.

    3. Woher stammen die Rohstoffe von Töpfer?
    Unser Fokus liegt auf Bio-Qualität sowie regionaler und europäischer Beschaffung. Der überwiegende Teil unserer Rohstoffe stammt aus dem Allgäu, aus Deutschland oder aus Europa. Diese Nähe sichert Qualität, Transparenz und Rückverfolgbarkeit.

    4. Werden Rohstoffe außerhalb der EU eingesetzt?
    Bestimmte Rohstoffe sind leider weltweit nur begrenzt verfügbar. Auch wenn derartige Rohstoffe vereinzelt eingesetzt werden, gelten uneingeschränkt unsere strengen EU-basierten Qualitäts- und Kontrollstandards. Die Beschaffung erfolgt ausschließlich über qualifizierte, langjährig und dauerhaft geprüfte Partner im DACH-Raum.

    5. Hat Töpfer Rohstoffe von Cabio Biotech bezogen?
    Nein. Töpfer hat zu keinem Zeitpunkt Rohstoffe von Cabio Biotech für die Produktion bezogen.
  • Qualitätssicherung Zeigen Verstecken
    1. Wie stellt Töpfer die Qualität seiner Rohstoffe sicher?
    Qualität beginnt bei Töpfer beim Rohstoff. Wir arbeiten ausschließlich mit langjährig qualifizierten Partnern auf Basis klar definierter Spezifikationen. Jede relevante Charge wird geprüft, bevor sie eingesetzt wird.

    2. Werden mikrobiologische Tests durchgeführt?
    Ja. Sowohl Rohstoffe als auch Zwischen- und Endprodukte werden umfassend mikrobiologisch geprüft, in eigenen Laboren und ergänzend durch externe akkreditierte Institute.

    3. Werden chemische und kontaminantenbezogene Analysen durchgeführt?
    Ja. Unsere Qualitätskontrolle umfasst umfassende chemische Prüfungen gemäß gesetzlichen Vorgaben und internen Qualitätsstandards.

    4. Erfolgt eine Freigabe vor Inverkehrbringen?
    Ja. Kein Produkt verlässt unser Haus ohne vollständige Qualitätsprüfung und Freigabe.

    5. Wurden Prüfverfahren an neue Grenzwerte angepasst?
    Ja. Unsere Analytik wurde an die aktualisierten wissenschaftlichen Bewertungsmaßstäbe angepasst. Neue Grenzwerte bedeuten kein neues Risiko, sondern zusätzliche Sicherheit.

    6. Gab es in den letzten Jahren Rückrufe von Töpfer Produkten?
    Nein. In den vergangenen Jahren gab es keine Rückrufe oder behördlichen Qualitätswarnungen aufgrund von Kontaminationen oder nicht konformen Zutaten.