Pränataldiagnostik: welche Untersuchungen brauche ich für mein Baby?

Töpfer
Pränataldiagnostik: welche Untersuchungen brauche ich für mein Baby?
3 min

Als Pränataldiagnostik werden alle Untersuchungen während der Schwangerschaft bezeichnet, die die Gesundheit deines Babys sicherstellen sollen. Das können sogenannte nicht-invasive Untersuchungen wie Ultraschall oder ein Bluttest aus deinem Blut sein aber auch invasive Untersuchungen wie eine Fruchtwasseruntersuchung. Wenn wir es genau nehmen, ist jede Vorsorge, auch die bei deiner Hebamme, Pränataldiagnostik.

Du bist gesund, deine Schwangerschaft verläuft bisher unkompliziert und du hast keine besonderen Risiken? Prima, dann darfst du darauf vertrauen, dass bei den regelmäßigen Vorsorgen bei deiner Hebamme oder Frauenärztin alles ausreichend untersucht wird. Solltest du als risikoschwanger gelten, werden dir eventuell weitere Untersuchungen angeboten. Wenn diese medizinisch sinnvoll sind, werden diese von deiner gesetzlichen Krankenversicherung bezahlt.  



Wenn bei einer normalen Vorsorgeuntersuchung ein Hinweis auf eine Auffälligkeit auftaucht, ist der erste Schritt die Weiterleitung an eine Pränataldiagnostikerin oder einen Pränataldiagnostiker. Das sind speziell weitergebildete Frauenärzt:innen, die besonders genaue Ultraschalluntersuchungen durchführen können. Bestätigt sich der Verdacht, erfährst du in einem ausführlichen Gespräch, was das Ergebnis für dich und dein Kind bedeutet. Sind weitere Kontrollen nötig, wird dir die Geburt in einer bestimmten Klinik empfohlen oder braucht dein Kind nach der Geburt eine spezielle Versorgung? Auch für alle deine Fragen ist in diesem Gespräch viel Zeit. 



Auch wenn Pränataldiagnostik in Arztpraxen stattfindet, steht dir deine Hebamme mit Rat und Unterstützung zur Seite.  



Hier ein Beispiel für sogenannte invasive Pränataldiagnostik: 



Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese): Für die Fruchtwasseruntersuchung wird vorsichtig mit einer Spritze etwas Fruchtwasser aus der Fruchtblase entnommen. Dabei wird mit dem Ultraschall kontrolliert, dass das Baby nicht ausversehen verletzt wird. Das Fruchtwasser wird anschließend im Labor auf verschiedene Gendefekte untersucht. Diese Untersuchung ist sehr zuverlässig, kann aber in seltenen Fällen zu einem Blasensprung und damit zu einer Fehlgeburt führen. Deshalb wird die Untersuchung nicht allen Schwangeren, sondern nur bei einem begründeten Verdacht auf einen Gendefekt angeboten. Nach einer kurzen Ruhepause in der Praxis kannst du wieder nach Hause gehen und schonst dich den Rest des Tages. Nach etwa einer Woche meldet sich deine betreuende Ärztin und bespricht das Untersuchungsergebnis mit dir. 



Je nachdem in welcher Schwangerschaftswoche du bist, kann eine solche Untersuchung auch aus Plazentazellen (Chorionzottenbiopsie) oder auch aus Nabelschnurblut (Cordozentese) durchgeführt werden.  

Fragen und Antworten

  • Einordnung der aktuellen Situation Zeigen Verstecken
    1. Worum geht es bei den aktuellen Rückrufen?
    In den vergangenen Wochen wurde in den Medien über Rückrufe von Säuglingsnahrung einzelner internationaler Hersteller berichtet. Nach öffentlich verfügbaren Informationen stand dabei das hitzestabile Toxin Cereulid im Zusammenhang mit einem spezifischen Problem bei der Fermentation eines Rohstoffs auf Lieferantenebene.

    2. Ist Töpfer von diesen Rückrufen betroffen?
    Nein. Unsere Produkte sind nicht betroffen. Unsere Lieferketten sind unabhängig von den öffentlich genannten Problemketten. Sicherheit und Kontrolle stehen bei uns von Beginn an im Mittelpunkt.

    3. Wurde die Sicherheit der Töpfer Produkte überprüft?
    Töpfer Produkte unterliegen einem mehrstufigen, strengen Kontroll- und Überprüfungsprozess entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Dieser Prozess ist fester Bestandteil unseres Qualitätsversprechens und stellt die besondere Töpfer Qualität sicher. Darüber hinaus untersteht Töpfer der Kontrolle der zuständigen bayerischen Lebensmittelüberwachungsbehörde.

    Unsere Produkte und Prozesse werden regelmäßig behördlich geprüft. Im Zusammenhang mit den aktuellen Rückrufen hat die zuständige Bayerische Kontrollbehörde für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen unsere Lieferantenerklärungen, Analysedaten sowie unsere Prüf- und Freigabeprozesse geprüft. Die eingeforderten Nachweise wurden akzeptiert.

    Auf Basis unserer umfassenden Prüf- und Kontrollsysteme sind Töpfer Produkte nicht betroffen und können uneingeschränkt verwendet werden.
  • Ursache der Rückrufe – fachliche Einordnung Zeigen Verstecken
    1. Was genau ist Cereulid?
    Cereulid ist ein hitzestabiles Toxin. Das bedeutet: Wird es einmal gebildet, kann es durch normales Erhitzen nicht mehr zerstört werden.

    2. Wann entsteht Cereulid?
    Cereulid entsteht nicht automatisch durch das Bakterium selbst, sondern nur unter ganz bestimmten Bedingungen – vor allem bei:

    ✓bestimmten Temperaturbereichen
    ✓ausreichend Feuchtigkeit
    ✓geeigneten Nährbedingungen
    ✓längerer Vermehrungszeit

    Typischerweise passiert das bei falsch gelagerten stärkehaltigen Lebensmitteln oder wie im aktuellen Fall diskutiert unter spezifischen Fermentationsbedingungen eines Rohstoffs.

    3. Entsteht Cereulid in trockener Säuglingsnahrung?
    Nein. Trockene Säuglingsnahrung bietet keine Bedingungen für die Bildung von Cereulid. Das Toxin kann nur entstehen, wenn es bereits vorher unter feuchten Bedingungen gebildet wurde.

    4. Warum ist Cereulid relevant?
    In höheren Mengen kann Cereulid Übelkeit und Erbrechen auslösen. Deshalb werden Rohstoffe streng kontrolliert, bevor sie in Lebensmitteln eingesetzt werden.
  • Produktion und Unabhängigkeit Zeigen Verstecken
    1. Produziert Töpfer gemeinsam mit anderen Marken?
    Nein. Töpfer produziert ausschließlich in der eigenen Produktionsstätte im Allgäu. Wir teilen keine Produktionslinien oder Werke mit anderen Herstellern. Diese Unabhängigkeit ist ein zentraler Bestandteil unserer Qualitätsstrategie.

    2. Gibt es Überschneidungen in der Lieferkette mit betroffenen Marken?
    Nein. Unsere regulatorischen Prüfungen und Lieferantenaudits zeigen keine Verbindungen zu den öffentlich genannten Problemketten. Jeder Rohstoff wird bei Töpfer eigenständig qualifiziert, geprüft und freigegeben, unabhängig davon, welche Lieferketten andere Hersteller nutzen.

    3. Woher stammen die Rohstoffe von Töpfer?
    Unser Fokus liegt auf Bio-Qualität sowie regionaler und europäischer Beschaffung. Der überwiegende Teil unserer Rohstoffe stammt aus dem Allgäu, aus Deutschland oder aus Europa. Diese Nähe sichert Qualität, Transparenz und Rückverfolgbarkeit.

    4. Werden Rohstoffe außerhalb der EU eingesetzt?
    Bestimmte Rohstoffe sind leider weltweit nur begrenzt verfügbar. Auch wenn derartige Rohstoffe vereinzelt eingesetzt werden, gelten uneingeschränkt unsere strengen EU-basierten Qualitäts- und Kontrollstandards. Die Beschaffung erfolgt ausschließlich über qualifizierte, langjährig und dauerhaft geprüfte Partner im DACH-Raum.

    5. Hat Töpfer Rohstoffe von Cabio Biotech bezogen?
    Nein. Töpfer hat zu keinem Zeitpunkt Rohstoffe von Cabio Biotech für die Produktion bezogen.
  • Qualitätssicherung Zeigen Verstecken
    1. Wie stellt Töpfer die Qualität seiner Rohstoffe sicher?
    Qualität beginnt bei Töpfer beim Rohstoff. Wir arbeiten ausschließlich mit langjährig qualifizierten Partnern auf Basis klar definierter Spezifikationen. Jede relevante Charge wird geprüft, bevor sie eingesetzt wird.

    2. Werden mikrobiologische Tests durchgeführt?
    Ja. Sowohl Rohstoffe als auch Zwischen- und Endprodukte werden umfassend mikrobiologisch geprüft, in eigenen Laboren und ergänzend durch externe akkreditierte Institute.

    3. Werden chemische und kontaminantenbezogene Analysen durchgeführt?
    Ja. Unsere Qualitätskontrolle umfasst umfassende chemische Prüfungen gemäß gesetzlichen Vorgaben und internen Qualitätsstandards.

    4. Erfolgt eine Freigabe vor Inverkehrbringen?
    Ja. Kein Produkt verlässt unser Haus ohne vollständige Qualitätsprüfung und Freigabe.

    5. Wurden Prüfverfahren an neue Grenzwerte angepasst?
    Ja. Unsere Analytik wurde an die aktualisierten wissenschaftlichen Bewertungsmaßstäbe angepasst. Neue Grenzwerte bedeuten kein neues Risiko, sondern zusätzliche Sicherheit.

    6. Gab es in den letzten Jahren Rückrufe von Töpfer Produkten?
    Nein. In den vergangenen Jahren gab es keine Rückrufe oder behördlichen Qualitätswarnungen aufgrund von Kontaminationen oder nicht konformen Zutaten.