Oft heißt es "Ziege ist die Kuh-Alternative"
Beim Begriff „Milch“ denken wir ganz automatisch an Milch von der Kuh. Das ist nicht weiter verwunderlich, schon die Werbung zeigt uns als Kind, dass die gute Alpenmilch für die “lila Schokolade” von der Kuh kommt. Für unsere Analyse haben wir jedoch sowohl die Ziege als auch die Kuh berücksichtigt.
Alles Geschmackssache - oder warum ist Ziege so beliebt?
Wenn man „Ziegenmilchliebhaber“ fragt, dann wird als erstes gern der unverwechselbar würzige Geschmack der Ziegenmilchprodukte genannt. (Wenn man die „Ziegenmilch-Nicht-Liebhaber“ fragt, ist es genau diese Eigenheit, die Ziege ausmacht, und die die Gemüter spaltet. Ist eben schon ein ganz besonderer Geschmack). Auch unsere Mamas & Papas, die sich im vergangenen Jahr für den großen Töpfer „Ziegenmilchbreie – Test“ beworben haben, schrieben in großer Zahl, dass sie Ziegenkäse & Co. einfach gerne essen und mögen.
Das Gerücht, die Ziegenmilch schmeckt nach „Bock", hält sich hartnäckig. Aber woher kommt das? Milch nimmt schnell die Umgebungsgerüche an. Somit sind Haltung und die Technik der Milchgewinnung wichtig.
Das Futter der Ziegen hat Einfluss auf das Aroma der Milch
Kennt ihr noch das Märchen vom Tischlein Deck Dich? „Ich bin so satt, ich mag kein Blatt: Mäh! "Mäh!" … das trifft es schon: Ziegen sind wählerisch. Frische Gräser, Kräuter und auch mal eine leckere Rinde von frischen Zweigen stehen gerne auf dem Speiseplan, wenn die Ziegen auf der Weide sind. Und dann ist es wie bei der Kuh auch: mal schmeckt die Ziegenmilch herber, mal süßlicher, je nach Menüangebot!
Bei "Bio-Ziegen" und ökologischem Landbau wird natürlich besonders auf die Futterqualität geachtet. Futtermischungen nach EU Bio Standard ohne gentechnisch veränderte Organismen sind Pflicht. Eine optimale Mischung zum Beispiel aus Mais, Rübenschnitzeln, Lein, Luzerne, Weizenkleie und mehr sorgen für optimalen Nährstoffgehalt und damit beste Milchqualität.
Schmeckt nach Ziege...!?
Hättest du gewusst: ganz frische Ziegenmilch vom Bauern hat kaum bzw. keinen „Ziegengeruch“. Dieser kommt erst mit dem Verarbeiten der Milch stärker durch. Also für alle, die die Chance haben, Ziegenmilch mal „frisch vom Bauern“ zu kaufen: probiert es aus!
Damals tranken Deutsche im Schnitt 8 Liter Ziegenmilch pro Jahr
Ziegenmilch wird seit Jahrtausenden als Lebensmittel verwendet und ist eine gute Basis für Babynahrung. Wenn man es über einen langen Zeitraum betrachtet, wurden wahrscheinlich mehr Kleinkinder in Europa nach dem Stillen mit Ziegenmilch groß gezogen als mit Kuhmilch. Ein paar Ziegen waren eben in vielen Haushalten typische Haustiere und häufiger vertreten als Kühe.
In den 50er Jahren tranken die Deutschen durchschnittlich acht Liter Ziegenmilch pro Jahr. Mit der Zeit verlor die Ziegenmilch an Bedeutung und wurde in den 80er und 90er Jahren fast völlig von der Kuhmilch verdrängt. Gerade in mitteleuropäischen und südlichen Ländern ist Ziegenmilch immer noch weit verbreitet, nicht nur als würzig-schmackhafter Ziegenkäse, sondern auch als Milch. Und auch in Deutschland rückt die Ziegenmilch seit wenigen Jahren wieder mehr in den Fokus.
Die Wiederentdeckung der Ziegenmilch
Heute wird die Ziegenmilch langsam wiederentdeckt – als schmackhaftes Milchprodukt. Vor allem in südeuropäischen Ländern wird Ziegenmilch auch heute noch more getrunken (als bei uns in Mitteleuropa) und ist ein fester Bestandteil der typischen Ernährungsgewohnheiten. Gerade in allen nicht-westlichen Ländern gilt die Ziege als die Hauptquelle für Milch. Das zeigt sich auch in der Verwendung von Ziegenmilchprodukten in den mediterranen und arabischen Küchen rund um das Mittelmeer.
In unseren Breitengraden sind besonders Ziegenkäse und seit einigen Jahren Joghurt- und Quarkprodukte aus Ziegenmilch auf dem Vormarsch. Und seit 2012 ist auch Ziegenmilch als Basis von Säuglingsnahrung offiziell in der EU zugelassen.
Warum wurde Kuhmilch früher viel weniger getrunken?
Bereits seit Tausenden von Jahren leben Ziegen als unkomplizierte Nutztiere bei den Menschen – und damit wurde auch ganz selbstverständlich die Ziegenmilch getrunken. Die Ziege war vor allem damals schon ein ganz „praktisches“ Haustier, sie gibt nicht so viel Milch, aber dafür gibt sie immer Milch, es braucht kein Ziegenkitz. Und auch mit Kitz gab die Ziege so viel Milch, dass es für Kitz und Kinder gereicht hat.
Ja, damals war Milch ein wertvolles, hochwertiges Gut – und wurde in Maßen genossen. Das ist sicher eine Einstellung, zu der wir in der heutigen Zeit erst wieder zurückfinden dürfen.
Ziegenmilch für's Baby-Bäuchlein?
Wenn wir Mamas befragen, hören wir immer wieder, dass in der Familie auf Ziegenmilchprodukte (Milch, Käse etc.) zurückgegriffen wird. Achtung, nicht verwechseln: (frische) Ziegenmilch und Babynahrung aus Ziegenmilch sind nicht gleichzusetzen. Seit 2012 ist Ziegenmilch als Basis von Säuglingsnahrung offiziell in der EU zugelassen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Schmeckt Ziegenmilch immer streng nach "Bock"?
- Nein, ganz frische Ziegenmilch hat kaum Eigengeruch. Der typische Geschmack entsteht oft erst durch die Verarbeitung oder die Haltungsumgebung, da Milch Umgebungsgerüche schnell annimmt.
Ist Ziegenmilch als Basis für Säuglingsnahrung erlaubt?
- Ja, seit 2012 ist Ziegenmilch als Basis für Säuglingsnahrung offiziell in der EU zugelassen. Wichtig ist jedoch, dass spezielle Babynahrung verwendet wird und nicht einfach frische Ziegenmilch.
Was fressen Bio-Ziegen für eine gute Milchqualität?
- Bio-Ziegen erhalten hochwertiges Futter nach EU Bio Standard ohne Gentechnik. Dazu gehören frische Gräser, Kräuter sowie Mischungen aus Mais, Rübenschnitzeln, Lein, Luzerne und Weizenkleie.
Warum war Ziegenmilch früher so verbreitet?
- Ziegen waren früher typische Haustiere, die einfacher zu halten waren als Kühe. Sie gaben zuverlässig Milch, auch ohne dass zwingend ein Kitz vorhanden sein musste, was sie zu praktischen Nutztieren machte.
In welchen Regionen wird Ziegenmilch heute besonders viel getrunken?
- Vor allem in südeuropäischen, mediterranen und arabischen Ländern sowie in vielen nicht-westlichen Regionen ist Ziegenmilch ein fester Bestandteil der täglichen Ernährung und oft die Hauptquelle für Milch.
Fragen und Antworten
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Einordnung der aktuellen Situation Zeigen Verstecken
1. Worum geht es bei den aktuellen Rückrufen?
In den vergangenen Wochen wurde in den Medien über Rückrufe von Säuglingsnahrung einzelner internationaler Hersteller berichtet. Nach öffentlich verfügbaren Informationen stand dabei das hitzestabile Toxin Cereulid im Zusammenhang mit einem spezifischen Problem bei der Fermentation eines Rohstoffs auf Lieferantenebene.
2. Ist Töpfer von diesen Rückrufen betroffen?
Nein. Unsere Produkte sind nicht betroffen. Unsere Lieferketten sind unabhängig von den öffentlich genannten Problemketten. Sicherheit und Kontrolle stehen bei uns von Beginn an im Mittelpunkt.
3. Wurde die Sicherheit der Töpfer Produkte überprüft?
Töpfer Produkte unterliegen einem mehrstufigen, strengen Kontroll- und Überprüfungsprozess entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Dieser Prozess ist fester Bestandteil unseres Qualitätsversprechens und stellt die besondere Töpfer Qualität sicher. Darüber hinaus untersteht Töpfer der Kontrolle der zuständigen bayerischen Lebensmittelüberwachungsbehörde.
Unsere Produkte und Prozesse werden regelmäßig behördlich geprüft. Im Zusammenhang mit den aktuellen Rückrufen hat die zuständige Bayerische Kontrollbehörde für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen unsere Lieferantenerklärungen, Analysedaten sowie unsere Prüf- und Freigabeprozesse geprüft. Die eingeforderten Nachweise wurden akzeptiert.
Auf Basis unserer umfassenden Prüf- und Kontrollsysteme sind Töpfer Produkte nicht betroffen und können uneingeschränkt verwendet werden. -
Ursache der Rückrufe – fachliche Einordnung Zeigen Verstecken
1. Was genau ist Cereulid?
Cereulid ist ein hitzestabiles Toxin. Das bedeutet: Wird es einmal gebildet, kann es durch normales Erhitzen nicht mehr zerstört werden.
2. Wann entsteht Cereulid?
Cereulid entsteht nicht automatisch durch das Bakterium selbst, sondern nur unter ganz bestimmten Bedingungen – vor allem bei:
✓bestimmten Temperaturbereichen
✓ausreichend Feuchtigkeit
✓geeigneten Nährbedingungen
✓längerer Vermehrungszeit
Typischerweise passiert das bei falsch gelagerten stärkehaltigen Lebensmitteln oder wie im aktuellen Fall diskutiert unter spezifischen Fermentationsbedingungen eines Rohstoffs.
3. Entsteht Cereulid in trockener Säuglingsnahrung?
Nein. Trockene Säuglingsnahrung bietet keine Bedingungen für die Bildung von Cereulid. Das Toxin kann nur entstehen, wenn es bereits vorher unter feuchten Bedingungen gebildet wurde.
4. Warum ist Cereulid relevant?
In höheren Mengen kann Cereulid Übelkeit und Erbrechen auslösen. Deshalb werden Rohstoffe streng kontrolliert, bevor sie in Lebensmitteln eingesetzt werden. -
Produktion und Unabhängigkeit Zeigen Verstecken
1. Produziert Töpfer gemeinsam mit anderen Marken?
Nein. Töpfer produziert ausschließlich in der eigenen Produktionsstätte im Allgäu. Wir teilen keine Produktionslinien oder Werke mit anderen Herstellern. Diese Unabhängigkeit ist ein zentraler Bestandteil unserer Qualitätsstrategie.
2. Gibt es Überschneidungen in der Lieferkette mit betroffenen Marken?
Nein. Unsere regulatorischen Prüfungen und Lieferantenaudits zeigen keine Verbindungen zu den öffentlich genannten Problemketten. Jeder Rohstoff wird bei Töpfer eigenständig qualifiziert, geprüft und freigegeben, unabhängig davon, welche Lieferketten andere Hersteller nutzen.
3. Woher stammen die Rohstoffe von Töpfer?
Unser Fokus liegt auf Bio-Qualität sowie regionaler und europäischer Beschaffung. Der überwiegende Teil unserer Rohstoffe stammt aus dem Allgäu, aus Deutschland oder aus Europa. Diese Nähe sichert Qualität, Transparenz und Rückverfolgbarkeit.
4. Werden Rohstoffe außerhalb der EU eingesetzt?
Bestimmte Rohstoffe sind leider weltweit nur begrenzt verfügbar. Auch wenn derartige Rohstoffe vereinzelt eingesetzt werden, gelten uneingeschränkt unsere strengen EU-basierten Qualitäts- und Kontrollstandards. Die Beschaffung erfolgt ausschließlich über qualifizierte, langjährig und dauerhaft geprüfte Partner im DACH-Raum.
5. Hat Töpfer Rohstoffe von Cabio Biotech bezogen?
Nein. Töpfer hat zu keinem Zeitpunkt Rohstoffe von Cabio Biotech für die Produktion bezogen. -
Qualitätssicherung Zeigen Verstecken
1. Wie stellt Töpfer die Qualität seiner Rohstoffe sicher?
Qualität beginnt bei Töpfer beim Rohstoff. Wir arbeiten ausschließlich mit langjährig qualifizierten Partnern auf Basis klar definierter Spezifikationen. Jede relevante Charge wird geprüft, bevor sie eingesetzt wird.
2. Werden mikrobiologische Tests durchgeführt?
Ja. Sowohl Rohstoffe als auch Zwischen- und Endprodukte werden umfassend mikrobiologisch geprüft, in eigenen Laboren und ergänzend durch externe akkreditierte Institute.
3. Werden chemische und kontaminantenbezogene Analysen durchgeführt?
Ja. Unsere Qualitätskontrolle umfasst umfassende chemische Prüfungen gemäß gesetzlichen Vorgaben und internen Qualitätsstandards.
4. Erfolgt eine Freigabe vor Inverkehrbringen?
Ja. Kein Produkt verlässt unser Haus ohne vollständige Qualitätsprüfung und Freigabe.
5. Wurden Prüfverfahren an neue Grenzwerte angepasst?
Ja. Unsere Analytik wurde an die aktualisierten wissenschaftlichen Bewertungsmaßstäbe angepasst. Neue Grenzwerte bedeuten kein neues Risiko, sondern zusätzliche Sicherheit.
6. Gab es in den letzten Jahren Rückrufe von Töpfer Produkten?
Nein. In den vergangenen Jahren gab es keine Rückrufe oder behördlichen Qualitätswarnungen aufgrund von Kontaminationen oder nicht konformen Zutaten.
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